In Frankfurt vermisst Union die eiskalten Duschen von Barça.

Wie viel Spaß die Europa League machen kann, hat die Eintracht am Donnerstag in Barcelona bewiesen: Die Insolvenz von Union Berlin ist lange her, doch die Auslandsstandorte sind in der Bundesliga weit zurückgefallen. Weil Hoffenheim gegen Fürth verloren hat, geht es den Köpenickern gut.

FC Union Berlin besiegte Eintracht Frankfurt mit 2:0

Der Europapokal-Überflieger von Eintracht Frankfurt ist in der Bundesliga abgestürzt und ausgebrannt. Die Hessen verloren nur drei Tage nach dem spektakulären Sieg des FC Barcelona in der Europa League mit 0:2 (0:2) gegen Union Berlin. Trotz ihrer beeindruckenden Leistung im Camp Nou konnten die Frankfurter ihre Dynamik nicht nutzen und wurden in der ersten Halbzeit sogar von Union überspielt.

Um ihre Europapokal-Ambitionen zu untermauern, gewannen die Eisernen ihr drittes Spiel in Folge mit jeweils zwei Toren von Taiwo Awoniyi (in der siebten Minute) und Grischa Prömel (20. Minute). Auch für das Team von Trainer Urs Fischer war es eine gelungene Generalprobe für das Halbfinal-Halbfinale des DFB-Pokals, das RB Leipzig um 20.45 Uhr besiegte. am Mittwoch (ARD und Sky).

Antonia Gentry in “Ginny & Georgia”: Alter, Größe, Freund und Vermögen

Die Chancen der Eintracht, es in die internationale Startelf der Bundesliga zu schaffen, sind jedoch gering bis gar nicht vorhanden. Die Europa League hingegen könnte noch ein Faktor sein. Trainer Oliver Glasner nahm nach dem strapaziösen Rückspiel in Barcelona sechs Veränderungen in seiner Startelf vor. Wegen einer Bänderdehnung im Handgelenk musste Torhüter Kevin Trapp aus der Nationalmannschaft ausgewechselt werden.

Erstmals seit sechs Jahren stand Jens Grahl für Trapp im Tor, und er hatte viel zu tun. Awoniyis Konter kam fünf Minuten nach dem Kopfball von Genki Haraguchi an den Pfosten (12.). Zuvor hatte der muskulöse Nigerianer Martin Hinteregger in einem zermürbenden Kampf geschlagen.

Prömels zweites Tor zeigte, wie viel schneller die Hausherren sowohl psychisch als auch physisch waren. Zehn Meter vor dem Tor hatte Prömel die goldene Gelegenheit zum 3:0, vergab aber.

Nach dem 4:1-Sieg im Derby gegen Hertha BSC (4:1) reagierten die Unioner bewusster und schärfer auf die „Stadtmeister, Stadtmeister!“-Rufe. Frankfurt zeigte schon früh Insolvenzanzeichen, allein Rani Khedira sorgte in der ersten Halbzeit für zwei Zusatztore (27. und 38.).

Auch nach dem Wechsel nach Frankfurt war Filip Kostic auf der offensiven Seite praktisch unangemeldet von Julian Ryerson am Ball. Die zweite Hälfte des Spiels zog sich über einen längeren Zeitraum hin, da Union das Tempo verlangsamte. Am Anfang war Awoniyis starkes Solo spannend, aber das Ende (63′) war enttäuschend.

1899 Hoffenheim trennte sich 0:0 von der SpVgg Greuther Fürth

Der Abstieg der SpVgg Greuther Fürth in die zweite Liga des deutschen Fußballs ist beschlossene Sache. Doch trotz des Unentschieden am 30. Spieltag zu Hause gegen die TSG Hoffenheim wird die schlechteste Mannschaft mit ziemlicher Sicherheit absteigen. Mit nur einem Punkt auf dem Konto sind sie mehr als 30 Tore vom Klassenerhalt entfernt. Die letzten acht Ligaspiele blieben die Fürther ohne Dreier. Die Situation der TSG wird nicht besser. Drei Niederlagen forderten ihren Tribut von einem Platz in der Europapokal-Qualifikation.

Nur 16.110 Menschen waren bei einem Spiel anwesend, das in der ersten Halbzeit keine klaren herausragenden Momente hatte. Munas Dabbur, ein Stürmer der TSG, war nur ein Hauch von Gefahr (3.). In der elften Minute musste Fürths Stürmer Havard Nielsen verletzt vom Platz, für ihn kam Dickson Abiama. Für den Anfang waren die Gastgeber in den ersten 20 Minuten miserabel, vor allem ohne Kapitän Benjamin Hübner, der mit einer Buhnenverletzung ausfiel. Insgesamt fehlte es der Mannschaft von Sebastian Hoeneß an Eigeninitiative und Tatkraft. Zur Halbzeit bekamen die Hoffenheimer Abschiedspfiffe von den eigenen Fans.

Stefan Posch, Verteidiger der Hoffenheimer, musste zu Beginn des zweiten Drittels das Feld verlassen. Nach einem Zusammenprall mit seiner Partnerin Diadie Samassekou zog sich der Österreicher eine Platzwunde zu. Posch wurde durch Havard Nordtveit ersetzt. Die zweite Hälfte des Spiels war der ersten sehr ähnlich. Die TSG war ein Totalausfall. Auch wenn Ihlas Bebou gerade erst den Bachelor gemacht hat (57.). Aber auch eine Stunde später war nichts mehr zu machen. Julian Green hingegen hätte die Hoffenheimer Leichtgläubigkeit beinahe bestraft (62.).